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5. Leitungen und Stromkreise

Leitungsführungen (Installationsrohre und Leitungen)

Mit dem Werkzeug Leitungsführung (C) zeichnen Sie den Weg der Leitungen. Es gibt vier Voreinstellungen:

VoreinstellungSystemLinie
InstallationsrohrStarkstromdurchgezogen, dick
LeitungStarkstromdurchgezogen, dünner
SchwachstromleitungSchwachstromStrichpunkt
Symalen-RohrSymalengestrichelt
  • Ein Klick auf ein Gerät bindet die Leitungsführung an das Gerät (ihr Ende liegt an der Stelle des Geräts, die Mengenermittlung rechnet die Anschlussreserve hierzu). An einer Wand setzt das Programm sie in den freien Streifen neben der Wandoberfläche.
  • Zwei Endpunkte genügen: Klicken Sie nach dem ersten Klick direkt auf ein Gerät, plant das Programm den Leitungsweg: Er verläuft im freien Streifen entlang der Wand, biegt in den Ecken rechtwinklig ab und führt durch eine Tür in den Nachbarraum (durch eine Wand nur dann, wenn der Umweg über die Tür viel länger ist). Eine Deckenleuchte wird senkrecht an die Wand angeschlossen, zwischen zwei Leuchten ist die Linie gerade. Während des Zeichnens zeigt die Vorschau bereits den geplanten Leitungsweg. Setzen Sie Zwischenpunkte, zeichnen Sie von Hand. Würde die Leitung (im Schlitz oder Aufputz) vor einem Fenster verlaufen, wird ihre Höhe über die Oberkante des Fensters gesetzt (+10 cm), sofern unter der Decke noch mindestens 10 cm bleiben; die Höhe lässt sich in den Eigenschaften ändern.
  • Shift = rechter Winkel. Enter, Doppelklick oder ein Klick auf ein Gerät schließt ab; Rücktaste geht einen Punkt zurück, Esc verwirft.
  • Bei einer ausgewählten Leitungsführung lässt sich ein Knickpunkt ziehen; ein Doppelklick auf einen Abschnitt erzeugt einen neuen Knickpunkt.
  • Leitungsweg neu planen (in den Eigenschaften der Leitungsführung; bei mehreren ausgewählten Leitungsführungen „Leitungsführungen neu planen“): führt eine bestehende, an ein Gerät gebundene Leitungsführung neu entlang der Wand; Strg+Z setzt das in einem Schritt zurück. Der automatische Leitungsweg wird beim Verschieben oder Drehen des Geräts von selbst neu geplant; ändern Sie einen Knickpunkt von Hand, bleibt er ab dann manuell (nur das Ende folgt dem Gerät).

Eigenschaften: Art und System, Typ (beim Installationsrohr z. B. MŰ-III, KPE, Symalen, PVC-Hartrohr; beim Kabel z. B. NYM-J, NYY-J, H07V-U, H05VV-F, UTP Cat6, J-Y(St)Y, RG6), Aderzahl, Querschnitt, Durchmesser, Verlegeart (Unterputz (im Schlitz), Aufputz, über abgehängter Decke, im Boden), Höhe und die Stromkreise (mehrere möglich). Aderzahl und Querschnitt werden auch aus dem Text „Leitung“ des Stromkreises übernommen; das ist an der blassen Vorbelegung der Felder zu erkennen.

Verlegeart und Höhe beeinflussen auch die Länge: Die Mengenermittlung berechnet die räumliche Länge der Leitungsführung, und das Schlitzen kann eine eigene Position sein.

Leiterkennzeichnung

Auf den Leitungen zeichnet das Programm die normgerechte Kennzeichnung: Querstriche entsprechend der Aderzahl (über 3 Adern ein Querstrich und die Aderzahl), daneben die Beschriftung mit Typ und Querschnitt. Die Kennzeichnung ist automatisch; mit dem Layer Leiterkennzeichnung lässt sie sich ausschalten. Sie ist auch in der Wandansicht zu sehen.

Stromkreise

Das Panel Stromkreise (rechts, wenn nichts ausgewählt ist) ist die Liste der Stromkreise. Die Felder eines Stromkreises:

  • Kennzeichen (z. B. F1), Art (z. B. Beleuchtung, Steckdose) und Bezeichnung;
  • ein- oder dreiphasig;
  • Schutzorgan (z. B. B16) und Leitung (z. B. NYM-J 3×1,5);
  • Verteiler: aus den Verteilern im Geschoss, von dem der Stromkreis ausgeht;
  • Farbe in der Zeichnung: standardmäßig automatisch;
  • optional für die Dimensionierung: Leistung, cos φ, Gleichzeitigkeit und Länge (siehe das Kapitel Verteiler, Übersichtsschaltplan und Dimensionierung).

Geräte ordnen Sie in den Eigenschaften des Geräts dem Stromkreis zu, Leitungsführungen in den Eigenschaften der Leitungsführung (mehrere Stromkreise möglich). Der Schalter Stromkreise einfärben in der oberen Leiste färbt Geräte und Leitungsführungen in der Farbe ihres Stromkreises: So sieht man sofort, was ohne Stromkreis geblieben ist.

Automatische Zuordnung: Die Schaltfläche Automatische Zuordnung… im Panel Stromkreise schlägt für Starkstromgeräte ohne Stromkreis Stromkreise vor, mit Vorschau. Die Regeln sind praktische Vorschläge, keine Norm: Steckdosen und Beleuchtung erhalten je Raum eigene Stromkreise (ein größerer Raum wird auf mehrere Stromkreise aufgeteilt); ein Steckdosenstromkreis hat höchstens 10 Steckdosenplätze (eine Doppelsteckdose zählt als zwei), ein Beleuchtungsstromkreis höchstens 12 Lichtpunkte, ein Schalter kommt auf den Stromkreis der nächsten Leuchte, und große Verbraucher (z. B. Herd, Boiler, Klimagerät, Ladestation) sowie die Steckdosen von Feuchträumen erhalten eigene Stromkreise. Schutzeinrichtung und Leitung sind Ausgangswerte; Dimensionierung und Prüfung muss eine Elektrofachkraft durchsehen. Im Fenster wählen Sie den Verteiler (die neuen Stromkreise werden ihm zugeordnet), und mit dem Kontrollkästchen Leitungsführung planen werden je Stromkreis auch die Leitungen vom Verteiler zu den Geräten geplant. Gibt es im Geschoss noch keinen Verteiler in der Zeichnung, bietet das Fenster an, einen zu platzieren; hat der gewählte Verteiler noch keine Phasenzahl und keinen Hauptschalter, fragt es nach dem Bemessungsstrom und der Phasenzahl und wählt danach den kleinsten passenden Hauptschalter aus dem Katalog. Alles ist ein Rückgängig-Schritt (Strg+Z); bei erneutem Ausführen werden nur Geräte ohne Stromkreis behandelt.

Verlegeart, gemeinsames Installationsrohr und Abzweigdosen

Das Fenster Automatische Zuordnung legt für die geplanten Leitungsführungen zwei Dinge fest. Beides sind Vorschläge: Die Zahlenwerte sind Richtwerte, prüfen Sie sie anhand der Baustelle und der Installationspraxis.

  • Verlegeart: Direkt im Schlitz (ohne Rohr, die Leitung wird in den Schlitz gelegt) oder Im Schutzrohr (im Schlitz) (das Schutzrohr verläuft ebenfalls im Schlitz). Der Standardwert stammt aus dem Bereich Weitere Einstellungen des Projekts; für Führungen, die in einem Raum beginnen, lässt er sich in den Raumeigenschaften überschreiben (Verlegeart (automatische Verdrahtung); Projektstandard = keine Überschreibung).
  • Abzweigdosen vorschlagen: An den Abzweigungen wird eine Abzweigdose in die Zeichnung gesetzt, und die Leitungsführung verläuft an der Dose getrennt; ebenso beginnt ein Stromkreis (auch ein Steckdosenkreis), der aus einem anderen Raum in einen Raum mit mindestens zwei seiner Geräte eintritt, an einer Dose. Gibt es im Plan keine Abzweigung, weist das Fenster darauf hin, dass keine Dose nötig ist. Sie können einstellen, ob die Leitung innerhalb des Raums von Steckdose zu Steckdose ohne Dose weiterläuft (Steckdosen in der Gerätedose durchschleifen) und ob auf lange oder stark gebogene, im Rohr verlegte Abschnitte eine Zugdose gesetzt wird (die Grenzwerte für Abstand und Bögen sind Richtwerte als Ausgangspunkt).
  • Bei der Verlegeart Im Schutzrohr (im Schlitz) legt das Programm auch das Schutzrohr an: eines pro Leitung, entlang des Leitungswegs, im Schlitz, mit einem aus den Leitungsdaten vorgeschlagenen Durchmesser. Wo mehrere Leitungen gemeinsam verlaufen, wird ein gemeinsames Schutzrohr vorgeschlagen (siehe unten) – für diese Leitungen wird kein Einzelrohr angelegt, solange Sie das gemeinsame Rohr nicht bestätigt haben; lehnen Sie es ab, können Sie es mit der Schaltfläche Leitung in Installationsrohr legen (siehe unten) nachholen.

Rohr für eine einzelne Leitung: In den Eigenschaften einer im Rohr verlegten Leitung legt die Schaltfläche Leitung in Installationsrohr legen eine Rohrführung entlang des Leitungswegs an (Standarddurchmesser: 20 mm) und legt die Leitung hinein. Bei der Leitung erscheint danach der Hinweis Verläuft im Installationsrohr (…); die darin verlaufenden Leitungen folgen dem Rohr, wenn es verschoben oder neu geplant wird. Die Auswertung zählt das Rohr mit seiner eigenen Länge und die darin verlaufende Leitung mit ihrer eigenen.

Gemeinsames Rohr: Starkstromleitungen, die entlang derselben Wand mit derselben Verlegeart zusammen verlaufen, lassen sich in ein Rohr legen: mit der Schaltfläche Gemeinsames Installationsrohr… im Panel Stromkreise (aus der Vorschlagsliste) oder, bei mehreren markierten Leitungen, mit der Schaltfläche In gemeinsames Rohr. Die Vorschau zeigt den vorgeschlagenen Rohrdurchmesser, die Füllung (in Prozent), den Gruppierungsfaktor der zusammen verlaufenden Stromkreise und welcher Leitungsquerschnitt dadurch größer werden muss. Die Außendurchmesser der Leitungen und die Innendurchmesser der Rohre sind Näherungswerte, und die Füllgrenze ist ein Vorschlagswert: Der Rohrdurchmesser lässt sich in der Zeichnung frei ändern; prüfen Sie ihn anhand der Herstellerangaben.

Drei neue Regeln der Prüfung (in den Prüfungseinstellungen ein- und ausschaltbar, der Schweregrad ist einstellbar):

  • Abzweigung ohne Abzweigdose: Drei oder mehr Enden von Leitungsführungen desselben Stromkreises treffen in einem Punkt ohne Dose zusammen;
  • Installationsrohr fehlt: Einer im Rohr verlegten Leitung ist kein Rohr zugeordnet (ein Klick auf den Befund markiert die Leitung; die Schaltfläche Leitung in Installationsrohr legen behebt es);
  • Installationsrohr zu klein: Der Rohrdurchmesser ist kleiner als der für die darin verlaufenden Leitungen berechnete Vorschlag. Bei unbekannter Aderzahl oder unbekanntem Querschnitt gibt es keinen Befund.

Im Lösungsfenster eines Befunds überträgt die Schaltfläche Korrigieren (Beschriftung: Abzweigdose setzen, Installationsrohr anlegen bzw. Durchmesser auf N mm setzen) die Korrektur als ungespeicherte Änderung in die Zeichnung: Sie können sie prüfen, rückgängig machen und dann speichern.

Betriebsmittelkennzeichnung und Querverweis

  • Der Schalter Kennzeichnungen zeigt neben den Geräten die automatische Kennzeichnung (z. B. F3/2: 2. Gerät des Stromkreises F3; ohne Stromkreis D7). Die Kennzeichnung wird aus der gespeicherten Zeichnung berechnet, bei einem ungespeicherten Gerät ist „?“ zu sehen.
  • Die Schaltfläche Kennzeichnungen festschreiben schreibt (nach Bestätigung) die Kennzeichnung in die Beschriftung der Geräte mit leerer Beschriftung; das lässt sich rückgängig machen. Nur im gespeicherten Zustand verwendbar.
  • In den Eigenschaften des Geräts zeigt der Block Querverweis die Kennzeichnung, den Stromkreis, das Schutzorgan und den FI sowie die Stelle des Stromkreises im Verteilergehäuse; von hier aus können Sie zur entsprechenden Stelle springen. In der Verteilerplanung bietet die Liste Geräte in der Zeichnung den Rückweg.
  • Die Kennzeichnungen können auch auf dem gedruckten Grundriss erscheinen (Kontrollkästchen Betriebsmittelkennzeichnung).